Eine sehr bewegte Nacht (Quelle: Tageblatt)

Luxemburg, den 30. September 2015

Der Preis der Stiftung zur Förderung der deutsch-luxemburgischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wissenschaften des Jahres 2015 geht an René Closter für seinen Verdienst um die Gründung und Entwicklung der „Luxembourg Air Rescue“ (LAR). Seit 1988 übernimmt die gemeinnützige Organisation die schnelle Notfallrettung aus der Luft und den Transport von Intensivpatienten. Die LAR finanziert sich aus Spenden und Beiträgen ihrer 185.000 Mitglieder.

Boris Liedtke, Vorsitzender der Stiftung und Vorstand der Deutschen Bank Luxembourg S.A., sagte bei der Preisverleihung: „Die LAR stellt als einzige Organisation die Luftrettung im Großherzogtum sicher. Darüber hinaus fliegt sie auch Rettungseinsätze in den Grenzregionen der Nachbarländer. So hat die LAR die Zusammenarbeit im Grenzgebiet zwischen Saarland und Rheinland-Pfalz sukzessive aufgebaut und gestärkt. Während in Brüssel noch diskutiert wird, handelt René Closter. Es freut uns sehr, dass es im privaten Sektor Menschen gibt, die aus eigener Initiative auch über europäische Grenzen hinweg Leben retten. Mit dem Stiftungspreis möchten wir den weiteren Ausbau der grenzüberschreitenden Notfallrettung unterstützen.“

René Closter, Präsident der Luxembourg Air Rescue, freute sich über die Auszeichnung und sagte: „Den Preis, den ich heute entgegennehme, widme ich allen, die mich in den letzten Jahrzehnten begleitet haben. Meinen treuen Freunden, meinen loyalen Mitarbeitern. Kurz: All jenen, die unserem gemeinsamen Traum zum Durchbruch verholfen haben. Ohne die Unterstützung dieser Weggefährten hätten wir es nicht geschafft, die LAR gegen die massiven Widerstände, die es damals gab, durchzusetzen. Dafür bin ich dankbar.“

Um die enge Verbindung zwischen dem Großherzogtum und der Bundesrepublik zu unterstützen, gründete die Deutsche Bank Luxembourg S.A. im Jahre 1995 eine Stiftung zur Förderung der deutsch-luxemburgischen Zusammenarbeit. Zweck der Stiftung ist es, die Zusammenarbeit der beiden Länder in allen Bereichen der Wissenschaft zu fördern. Dazu zählt die Förderung von Forschungsprojekten, die Vergabe von Forschungsstipendien ebenso wie die Organisation von Konferenzen. Darüber hinaus zeichnet die Stiftung wiederkehrend Einrichtungen und Personen aus, die sich um die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Luxemburg besonders verdient gemacht haben. 2015 wird der Preis zum 10. Mal vergeben.

AIR RESCUE – In der Silvesternacht gelten die gleichen Bestimmungen wie werktags

LUXEMBURG – Die LAR betreibt eine Flotte von fünf Rettungshubschraubern und fünf Ambulanzjets. Die sogenannte „Fix wing“-Flotte ist im Gegensatz zum Rettungshubschrauber auch nachts flugtauglich. Die Koordinierung der Einsätze der Ambulanzjets erfolgt im Luxembourg Control Center (LCC) am Findel. An Sonn- und Feiertagen wie auch zum Jahreswechsel gelten bei der LAR die gleichen Bestimmungen wie werktags, also „Business as usual“.

Das Tageblatt warf zum Jahresende für seine Leser einen Blick hinter die Kulissen der LAR. Die Silvesternacht war für die LAR-Mitarbeiter alles andere als ruhig, zudem erschwerten die Wetterbedingungen die Flugtätigkeit erheblich.

Im Alltag

Die weltweiten Flugzeugeinsätze der LAR koordiniert ein Team im LCC, hier herrscht Tag und Nacht Hochbetrieb. Die Flugzeugflotte erfüllt rund um die Uhr drei wesentliche Aufgaben: einerseits die weltweite Patientenrückführung – eine Leistung, die für LAR-Mitglieder kostenlos ist. Zum anderen den Organtransport als exklusiver Partner von „France Transplant“ sowie humanitäre Missionen etwa bei schweren Naturkatastrophen.

Hubschraubereinsätze wickeln die jeweiligen Crews in Eigenregie ab. Neben der primären Erstversorgung und der Luftrettung übernehmen die Hubschrauber den Verlegungstransport von Patienten zwischen den Krankenhäusern.

Ambulanzjets können mitsamt Mannschaft im Notfall binnen maximal zwei Stunden zu jeder Tageszeit abheben und Hilfe am anderen Ende der Welt leisten. Der medizinische Koordinator des LCC klärt bei der Patientenrückführung alle medizinischen Gegebenheiten ab und bestimmt das an die Situation angepasste Transportmittel.

Ist dazu der Einsatz der fliegenden Intensivstation erforderlich, beginnt der „Flight Dispatcher“ mit der Flugorganisation. Er ermittelt Wetterbedingungen, holt Start- und Landeerlaubnisse ein, organisiert den Patiententransport zwischen Krankenhaus und Flughafen und plant die gesamte Flugroute, gegebenenfalls mit Zwischenstopps zum Auftanken.

Als France-Transplant-Partner wickelt die LAR den Transport von Transplantationsmedizinern sowie der Spenderorgane zum Empfänger innerhalb Frankreichs ab. Aufgrund der geringen Konservierungszeit der Organe stehen Schnelligkeit und Planung im Vordergrund. Rund 1.400 Mal jährlich, etwa 3–4 Mal täglich, wird die LAR von France Transplant für den Organtransport beauftragt – eine Aktivität, die überwiegend nachts stattfindet.

Sobald ein Auftrag eingeht, erstellt das LCC-Team in kürzester Zeit die Flugrouten. Je nach Distanz kommt ein LAR-Ambulanzjet oder ein Flugzeug einer französischen Partnergesellschaft zum Einsatz. Das Transplantationsteam wird zum Spender geflogen, entnimmt dort ein oder mehrere Organe und fliegt zurück zum Empfänger. Ab der Entnahme bis zur Transplantation stehen drei, maximal vier Stunden zur Verfügung.

Höchste Konzentration

Höchste Eile, Konzentration und Planungssicherheit erfordern vom LCC-Team sowie von den Besatzungen eine Leistung weit über das Normale hinaus. In der Silvesternacht verzeichnete das Kontrollzentrum eine sehr hohe Aktivität – zum Feiern blieb keine Zeit.

Ein Mitglied musste aus Uganda zurückgeholt werden, zwei weitere Rückholflüge aus Portugal und Spanien mussten für den 1. Januar geplant werden – eine schwierige Aufgabe aufgrund schlechter Wetterbedingungen. Zudem gab es fünf Anfragen für Organtransporte, die aufgrund schlechter Sicht nicht per Flugzeug durchgeführt werden konnten.

In solchen Fällen organisiert das LCC gemeinsam mit France Transplant lokale Lösungen und verlagert Transporte auf den Straßenweg. Nebel erschwerte die Planung erheblich, und für die Piloten war es eine unsichere Nacht, da sich Wetterbedingungen schnell ändern können.

LAR-Einsätze 2015

Hubschrauber-Einsätze: insgesamt 1.741
Ambulanzjet-Flüge: insgesamt 926, davon 821 Rückholflüge
Organtransporte: 1.528 Anfragen, davon 777 Flüge in Zusammenarbeit mit Partnern und 125 durch die LAR selbst

Mitarbeiter von Luxembourg Air Rescue arbeiten nachts im Kontrollzentrum und koordinieren Rettungseinsätze per Hubschrauber und Ambulanzflugzeug an Silvester.

Eine sehr bewegte Nacht (Quelle: Tageblatt)

Luxemburg, den 30. September 2015

Der Preis der Stiftung zur Förderung der deutsch-luxemburgischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wissenschaften des Jahres 2015 geht an René Closter für seinen Verdienst um die Gründung und Entwicklung der „Luxembourg Air Rescue“ (LAR). Seit 1988 übernimmt die gemeinnützige Organisation die schnelle Notfallrettung aus der Luft und den Transport von Intensivpatienten. Die LAR finanziert sich aus Spenden und Beiträgen ihrer 185.000 Mitglieder.

Boris Liedtke, Vorsitzender der Stiftung und Vorstand der Deutschen Bank Luxembourg S.A., sagte bei der Preisverleihung: „Die LAR stellt als einzige Organisation die Luftrettung im Großherzogtum sicher. Darüber hinaus fliegt sie auch Rettungseinsätze in den Grenzregionen der Nachbarländer. So hat die LAR die Zusammenarbeit im Grenzgebiet zwischen Saarland und Rheinland-Pfalz sukzessive aufgebaut und gestärkt. Während in Brüssel noch diskutiert wird, handelt René Closter. Es freut uns sehr, dass es im privaten Sektor Menschen gibt, die aus eigener Initiative auch über europäische Grenzen hinweg Leben retten. Mit dem Stiftungspreis möchten wir den weiteren Ausbau der grenzüberschreitenden Notfallrettung unterstützen.“

René Closter, Präsident der Luxembourg Air Rescue, freute sich über die Auszeichnung und sagte: „Den Preis, den ich heute entgegennehme, widme ich allen, die mich in den letzten Jahrzehnten begleitet haben. Meinen treuen Freunden, meinen loyalen Mitarbeitern. Kurz: All jenen, die unserem gemeinsamen Traum zum Durchbruch verholfen haben. Ohne die Unterstützung dieser Weggefährten hätten wir es nicht geschafft, die LAR gegen die massiven Widerstände, die es damals gab, durchzusetzen. Dafür bin ich dankbar.“

Um die enge Verbindung zwischen dem Großherzogtum und der Bundesrepublik zu unterstützen, gründete die Deutsche Bank Luxembourg S.A. im Jahre 1995 eine Stiftung zur Förderung der deutsch-luxemburgischen Zusammenarbeit. Zweck der Stiftung ist es, die Zusammenarbeit der beiden Länder in allen Bereichen der Wissenschaft zu fördern. Dazu zählt die Förderung von Forschungsprojekten, die Vergabe von Forschungsstipendien ebenso wie die Organisation von Konferenzen. Darüber hinaus zeichnet die Stiftung wiederkehrend Einrichtungen und Personen aus, die sich um die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Luxemburg besonders verdient gemacht haben. 2015 wird der Preis zum 10. Mal vergeben.

AIR RESCUE – In der Silvesternacht gelten die gleichen Bestimmungen wie werktags

LUXEMBURG – Die LAR betreibt eine Flotte von fünf Rettungshubschraubern und fünf Ambulanzjets. Die sogenannte „Fix wing“-Flotte ist im Gegensatz zum Rettungshubschrauber auch nachts flugtauglich. Die Koordinierung der Einsätze der Ambulanzjets erfolgt im Luxembourg Control Center (LCC) am Findel. An Sonn- und Feiertagen wie auch zum Jahreswechsel gelten bei der LAR die gleichen Bestimmungen wie werktags, also „Business as usual“.

Das Tageblatt warf zum Jahresende für seine Leser einen Blick hinter die Kulissen der LAR. Die Silvesternacht war für die LAR-Mitarbeiter alles andere als ruhig, zudem erschwerten die Wetterbedingungen die Flugtätigkeit erheblich.

Im Alltag

Die weltweiten Flugzeugeinsätze der LAR koordiniert ein Team im LCC, hier herrscht Tag und Nacht Hochbetrieb. Die Flugzeugflotte erfüllt rund um die Uhr drei wesentliche Aufgaben: einerseits die weltweite Patientenrückführung – eine Leistung, die für LAR-Mitglieder kostenlos ist. Zum anderen den Organtransport als exklusiver Partner von „France Transplant“ sowie humanitäre Missionen etwa bei schweren Naturkatastrophen.

Hubschraubereinsätze wickeln die jeweiligen Crews in Eigenregie ab. Neben der primären Erstversorgung und der Luftrettung übernehmen die Hubschrauber den Verlegungstransport von Patienten zwischen den Krankenhäusern.

Ambulanzjets können mitsamt Mannschaft im Notfall binnen maximal zwei Stunden zu jeder Tageszeit abheben und Hilfe am anderen Ende der Welt leisten. Der medizinische Koordinator des LCC klärt bei der Patientenrückführung alle medizinischen Gegebenheiten ab und bestimmt das an die Situation angepasste Transportmittel.

Ist dazu der Einsatz der fliegenden Intensivstation erforderlich, beginnt der „Flight Dispatcher“ mit der Flugorganisation. Er ermittelt Wetterbedingungen, holt Start- und Landeerlaubnisse ein, organisiert den Patiententransport zwischen Krankenhaus und Flughafen und plant die gesamte Flugroute, gegebenenfalls mit Zwischenstopps zum Auftanken.

Als France-Transplant-Partner wickelt die LAR den Transport von Transplantationsmedizinern sowie der Spenderorgane zum Empfänger innerhalb Frankreichs ab. Aufgrund der geringen Konservierungszeit der Organe stehen Schnelligkeit und Planung im Vordergrund. Rund 1.400 Mal jährlich, etwa 3–4 Mal täglich, wird die LAR von France Transplant für den Organtransport beauftragt – eine Aktivität, die überwiegend nachts stattfindet.

Sobald ein Auftrag eingeht, erstellt das LCC-Team in kürzester Zeit die Flugrouten. Je nach Distanz kommt ein LAR-Ambulanzjet oder ein Flugzeug einer französischen Partnergesellschaft zum Einsatz. Das Transplantationsteam wird zum Spender geflogen, entnimmt dort ein oder mehrere Organe und fliegt zurück zum Empfänger. Ab der Entnahme bis zur Transplantation stehen drei, maximal vier Stunden zur Verfügung.

Höchste Konzentration

Höchste Eile, Konzentration und Planungssicherheit erfordern vom LCC-Team sowie von den Besatzungen eine Leistung weit über das Normale hinaus. In der Silvesternacht verzeichnete das Kontrollzentrum eine sehr hohe Aktivität – zum Feiern blieb keine Zeit.

Ein Mitglied musste aus Uganda zurückgeholt werden, zwei weitere Rückholflüge aus Portugal und Spanien mussten für den 1. Januar geplant werden – eine schwierige Aufgabe aufgrund schlechter Wetterbedingungen. Zudem gab es fünf Anfragen für Organtransporte, die aufgrund schlechter Sicht nicht per Flugzeug durchgeführt werden konnten.

In solchen Fällen organisiert das LCC gemeinsam mit France Transplant lokale Lösungen und verlagert Transporte auf den Straßenweg. Nebel erschwerte die Planung erheblich, und für die Piloten war es eine unsichere Nacht, da sich Wetterbedingungen schnell ändern können.

LAR-Einsätze 2015

Hubschrauber-Einsätze: insgesamt 1.741
Ambulanzjet-Flüge: insgesamt 926, davon 821 Rückholflüge
Organtransporte: 1.528 Anfragen, davon 777 Flüge in Zusammenarbeit mit Partnern und 125 durch die LAR selbst

Mitarbeiter von Luxembourg Air Rescue arbeiten nachts im Kontrollzentrum und koordinieren Rettungseinsätze per Hubschrauber und Ambulanzflugzeug an Silvester.

Eine sehr bewegte Nacht (Quelle: Tageblatt)

Luxemburg, den 30. September 2015

Der Preis der Stiftung zur Förderung der deutsch-luxemburgischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wissenschaften des Jahres 2015 geht an René Closter für seinen Verdienst um die Gründung und Entwicklung der „Luxembourg Air Rescue“ (LAR). Seit 1988 übernimmt die gemeinnützige Organisation die schnelle Notfallrettung aus der Luft und den Transport von Intensivpatienten. Die LAR finanziert sich aus Spenden und Beiträgen ihrer 185.000 Mitglieder.

Boris Liedtke, Vorsitzender der Stiftung und Vorstand der Deutschen Bank Luxembourg S.A., sagte bei der Preisverleihung: „Die LAR stellt als einzige Organisation die Luftrettung im Großherzogtum sicher. Darüber hinaus fliegt sie auch Rettungseinsätze in den Grenzregionen der Nachbarländer. So hat die LAR die Zusammenarbeit im Grenzgebiet zwischen Saarland und Rheinland-Pfalz sukzessive aufgebaut und gestärkt. Während in Brüssel noch diskutiert wird, handelt René Closter. Es freut uns sehr, dass es im privaten Sektor Menschen gibt, die aus eigener Initiative auch über europäische Grenzen hinweg Leben retten. Mit dem Stiftungspreis möchten wir den weiteren Ausbau der grenzüberschreitenden Notfallrettung unterstützen.“

René Closter, Präsident der Luxembourg Air Rescue, freute sich über die Auszeichnung und sagte: „Den Preis, den ich heute entgegennehme, widme ich allen, die mich in den letzten Jahrzehnten begleitet haben. Meinen treuen Freunden, meinen loyalen Mitarbeitern. Kurz: All jenen, die unserem gemeinsamen Traum zum Durchbruch verholfen haben. Ohne die Unterstützung dieser Weggefährten hätten wir es nicht geschafft, die LAR gegen die massiven Widerstände, die es damals gab, durchzusetzen. Dafür bin ich dankbar.“

Um die enge Verbindung zwischen dem Großherzogtum und der Bundesrepublik zu unterstützen, gründete die Deutsche Bank Luxembourg S.A. im Jahre 1995 eine Stiftung zur Förderung der deutsch-luxemburgischen Zusammenarbeit. Zweck der Stiftung ist es, die Zusammenarbeit der beiden Länder in allen Bereichen der Wissenschaft zu fördern. Dazu zählt die Förderung von Forschungsprojekten, die Vergabe von Forschungsstipendien ebenso wie die Organisation von Konferenzen. Darüber hinaus zeichnet die Stiftung wiederkehrend Einrichtungen und Personen aus, die sich um die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Luxemburg besonders verdient gemacht haben. 2015 wird der Preis zum 10. Mal vergeben.

AIR RESCUE – In der Silvesternacht gelten die gleichen Bestimmungen wie werktags

LUXEMBURG – Die LAR betreibt eine Flotte von fünf Rettungshubschraubern und fünf Ambulanzjets. Die sogenannte „Fix wing“-Flotte ist im Gegensatz zum Rettungshubschrauber auch nachts flugtauglich. Die Koordinierung der Einsätze der Ambulanzjets erfolgt im Luxembourg Control Center (LCC) am Findel. An Sonn- und Feiertagen wie auch zum Jahreswechsel gelten bei der LAR die gleichen Bestimmungen wie werktags, also „Business as usual“.

Das Tageblatt warf zum Jahresende für seine Leser einen Blick hinter die Kulissen der LAR. Die Silvesternacht war für die LAR-Mitarbeiter alles andere als ruhig, zudem erschwerten die Wetterbedingungen die Flugtätigkeit erheblich.

Im Alltag

Die weltweiten Flugzeugeinsätze der LAR koordiniert ein Team im LCC, hier herrscht Tag und Nacht Hochbetrieb. Die Flugzeugflotte erfüllt rund um die Uhr drei wesentliche Aufgaben: einerseits die weltweite Patientenrückführung – eine Leistung, die für LAR-Mitglieder kostenlos ist. Zum anderen den Organtransport als exklusiver Partner von „France Transplant“ sowie humanitäre Missionen etwa bei schweren Naturkatastrophen.

Hubschraubereinsätze wickeln die jeweiligen Crews in Eigenregie ab. Neben der primären Erstversorgung und der Luftrettung übernehmen die Hubschrauber den Verlegungstransport von Patienten zwischen den Krankenhäusern.

Ambulanzjets können mitsamt Mannschaft im Notfall binnen maximal zwei Stunden zu jeder Tageszeit abheben und Hilfe am anderen Ende der Welt leisten. Der medizinische Koordinator des LCC klärt bei der Patientenrückführung alle medizinischen Gegebenheiten ab und bestimmt das an die Situation angepasste Transportmittel.

Ist dazu der Einsatz der fliegenden Intensivstation erforderlich, beginnt der „Flight Dispatcher“ mit der Flugorganisation. Er ermittelt Wetterbedingungen, holt Start- und Landeerlaubnisse ein, organisiert den Patiententransport zwischen Krankenhaus und Flughafen und plant die gesamte Flugroute, gegebenenfalls mit Zwischenstopps zum Auftanken.

Als France-Transplant-Partner wickelt die LAR den Transport von Transplantationsmedizinern sowie der Spenderorgane zum Empfänger innerhalb Frankreichs ab. Aufgrund der geringen Konservierungszeit der Organe stehen Schnelligkeit und Planung im Vordergrund. Rund 1.400 Mal jährlich, etwa 3–4 Mal täglich, wird die LAR von France Transplant für den Organtransport beauftragt – eine Aktivität, die überwiegend nachts stattfindet.

Sobald ein Auftrag eingeht, erstellt das LCC-Team in kürzester Zeit die Flugrouten. Je nach Distanz kommt ein LAR-Ambulanzjet oder ein Flugzeug einer französischen Partnergesellschaft zum Einsatz. Das Transplantationsteam wird zum Spender geflogen, entnimmt dort ein oder mehrere Organe und fliegt zurück zum Empfänger. Ab der Entnahme bis zur Transplantation stehen drei, maximal vier Stunden zur Verfügung.

Höchste Konzentration

Höchste Eile, Konzentration und Planungssicherheit erfordern vom LCC-Team sowie von den Besatzungen eine Leistung weit über das Normale hinaus. In der Silvesternacht verzeichnete das Kontrollzentrum eine sehr hohe Aktivität – zum Feiern blieb keine Zeit.

Ein Mitglied musste aus Uganda zurückgeholt werden, zwei weitere Rückholflüge aus Portugal und Spanien mussten für den 1. Januar geplant werden – eine schwierige Aufgabe aufgrund schlechter Wetterbedingungen. Zudem gab es fünf Anfragen für Organtransporte, die aufgrund schlechter Sicht nicht per Flugzeug durchgeführt werden konnten.

In solchen Fällen organisiert das LCC gemeinsam mit France Transplant lokale Lösungen und verlagert Transporte auf den Straßenweg. Nebel erschwerte die Planung erheblich, und für die Piloten war es eine unsichere Nacht, da sich Wetterbedingungen schnell ändern können.

LAR-Einsätze 2015

Hubschrauber-Einsätze: insgesamt 1.741
Ambulanzjet-Flüge: insgesamt 926, davon 821 Rückholflüge
Organtransporte: 1.528 Anfragen, davon 777 Flüge in Zusammenarbeit mit Partnern und 125 durch die LAR selbst

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