Fliegende Medizin (Quelle: Le Jeudi)
Die Luftrettung feiert 25 Jahre im Dienst
Seit 1988 hat die ASBL Luxembourg Air Rescue tausende Menschenleben gerettet und ihre Aktivitäten ausgebaut, um ihre eigene Zukunft zu sichern. Fast 25.000 Einsätze wurden weltweit durchgeführt. Heute verfügt die Organisation über eine Flotte von fünf Rettungshubschraubern und vier Ambulanzflugzeugen mit modernster medizinischer Ausstattung sowie über mehr als 150 Spezialisten der Luftrettung – darunter Piloten, Pflegepersonal, Ärzte und Ingenieure.
Betrachtet man die Entwicklung genauer, so ist aus der kleinen ASBL, die 1988 mit nur einem Fluggerät die Luftrettung im Großherzogtum einführte, eine bedeutende Organisation geworden. Doch als Luxembourg Air Rescue im Jahr 2013 ihr 25-jähriges Bestehen feiert, darf man nicht vergessen, dass die Wette einer kleinen Gruppe von Feuerwehrleuten damals alles andere als sicher gewonnen war.
„Damals gab es ein Abkommen mit einigen Nachbarländern, das den Einsatz eines Rettungshubschraubers im Bedarfsfall erlaubte. Doch es war unmöglich, ihn rechtzeitig zu bekommen“, erinnert sich René Closter, Gründer und heutiger Präsident der LAR. Gerade der Zeitgewinn sei jedoch der größte Vorteil eines Luftrettungssystems in kritischen Situationen.
„Das Bild der Luftrettung ist oft falsch“, erklärt Closter weiter. „Es geht nicht einfach um Transport, sondern darum, Hilfe so schnell wie möglich zum Einsatzort zu bringen. Wenn die Reaktion schnell erfolgt, steigen die Überlebenschancen drastisch. Heute kann dank der LAR jeder Punkt des Landes innerhalb von zehn Minuten erreicht werden – früher dauerte es bis zu fünfzig Minuten.“
Die Idee, eine solche Organisation auf nationaler Ebene aufzubauen, stieß jedoch keineswegs nur auf Begeisterung. Im Gegenteil: Vor allem im Innenministerium und bei der Zivilschutzverwaltung war die Opposition sehr deutlich. Dennoch wurde die ASBL 1988 gegründet und ein Jahr später der erste Hubschrauber in Dienst gestellt. Das Fluggerät wurde vom Deutschen Siegfried Steiger gemietet, dem Gründer einer ähnlichen Organisation in Deutschland, der von der Luxemburger Initiative überzeugt war.
Der Erfolg in der Bevölkerung war sofort und außerordentlich groß. Nur wenige Vereinigungen können in einem Land mit rund 500.000 Einwohnern auf 185.000 Mitglieder verweisen.
Die DNA der Rettung
„Von Anfang an hatten wir 5.000 Neuanmeldungen pro Woche. Das hat uns Mut gemacht und finanzielle Unterstützung gebracht“, berichtet der Präsident. Dennoch häufte die Organisation, die 1991 schließlich in den medizinischen Notdienst SAMU integriert wurde, Schulden an. „1992 beliefen sich diese auf 30 Millionen Franken, also rund 750.000 Euro.“
Die logistischen Kosten sind beträchtlich. Einschließlich Treibstoff und Wartung kostet eine Flugstunde zwischen 3.500 und 3.800 Euro. Auch die medizinische Ausrüstung muss regelmäßig ersetzt werden, da sich die Technologie schnell weiterentwickelt und das Material stark beansprucht wird. Das jährliche Budget beträgt heute rund 23 Millionen Euro.
Aus diesem Grund entwickelte die Organisation ab 1999 zusätzliche kommerzielle Aktivitäten: weltweite medizinische Rückführungen per Ambulanzflugzeug, humanitäre Einsätze bei Naturkatastrophen sowie Organtransporte für Frankreich, die – mit Ausnahme der Region Paris – von der Alarmzentrale der LAR organisiert werden.
„Den größten Teil unserer Arbeit machen weiterhin die Hubschraubereinsätze aus, etwa 1.700 pro Jahr“, erklärt Closter und ergänzt: „2012 gab es außerdem 924 Einsätze im Ausland in 92 Ländern.“ Sein Fazit lautet: „Unser größter Reichtum sind unsere Mitarbeiter. Man muss die Rettung im Blut haben – das ist unser größtes Kapital.“
Fliegende Medizin (Quelle: Le Jeudi)
Die Luftrettung feiert 25 Jahre im Dienst
Seit 1988 hat die ASBL Luxembourg Air Rescue tausende Menschenleben gerettet und ihre Aktivitäten ausgebaut, um ihre eigene Zukunft zu sichern. Fast 25.000 Einsätze wurden weltweit durchgeführt. Heute verfügt die Organisation über eine Flotte von fünf Rettungshubschraubern und vier Ambulanzflugzeugen mit modernster medizinischer Ausstattung sowie über mehr als 150 Spezialisten der Luftrettung – darunter Piloten, Pflegepersonal, Ärzte und Ingenieure.
Betrachtet man die Entwicklung genauer, so ist aus der kleinen ASBL, die 1988 mit nur einem Fluggerät die Luftrettung im Großherzogtum einführte, eine bedeutende Organisation geworden. Doch als Luxembourg Air Rescue im Jahr 2013 ihr 25-jähriges Bestehen feiert, darf man nicht vergessen, dass die Wette einer kleinen Gruppe von Feuerwehrleuten damals alles andere als sicher gewonnen war.
„Damals gab es ein Abkommen mit einigen Nachbarländern, das den Einsatz eines Rettungshubschraubers im Bedarfsfall erlaubte. Doch es war unmöglich, ihn rechtzeitig zu bekommen“, erinnert sich René Closter, Gründer und heutiger Präsident der LAR. Gerade der Zeitgewinn sei jedoch der größte Vorteil eines Luftrettungssystems in kritischen Situationen.
„Das Bild der Luftrettung ist oft falsch“, erklärt Closter weiter. „Es geht nicht einfach um Transport, sondern darum, Hilfe so schnell wie möglich zum Einsatzort zu bringen. Wenn die Reaktion schnell erfolgt, steigen die Überlebenschancen drastisch. Heute kann dank der LAR jeder Punkt des Landes innerhalb von zehn Minuten erreicht werden – früher dauerte es bis zu fünfzig Minuten.“
Die Idee, eine solche Organisation auf nationaler Ebene aufzubauen, stieß jedoch keineswegs nur auf Begeisterung. Im Gegenteil: Vor allem im Innenministerium und bei der Zivilschutzverwaltung war die Opposition sehr deutlich. Dennoch wurde die ASBL 1988 gegründet und ein Jahr später der erste Hubschrauber in Dienst gestellt. Das Fluggerät wurde vom Deutschen Siegfried Steiger gemietet, dem Gründer einer ähnlichen Organisation in Deutschland, der von der Luxemburger Initiative überzeugt war.
Der Erfolg in der Bevölkerung war sofort und außerordentlich groß. Nur wenige Vereinigungen können in einem Land mit rund 500.000 Einwohnern auf 185.000 Mitglieder verweisen.
Die DNA der Rettung
„Von Anfang an hatten wir 5.000 Neuanmeldungen pro Woche. Das hat uns Mut gemacht und finanzielle Unterstützung gebracht“, berichtet der Präsident. Dennoch häufte die Organisation, die 1991 schließlich in den medizinischen Notdienst SAMU integriert wurde, Schulden an. „1992 beliefen sich diese auf 30 Millionen Franken, also rund 750.000 Euro.“
Die logistischen Kosten sind beträchtlich. Einschließlich Treibstoff und Wartung kostet eine Flugstunde zwischen 3.500 und 3.800 Euro. Auch die medizinische Ausrüstung muss regelmäßig ersetzt werden, da sich die Technologie schnell weiterentwickelt und das Material stark beansprucht wird. Das jährliche Budget beträgt heute rund 23 Millionen Euro.
Aus diesem Grund entwickelte die Organisation ab 1999 zusätzliche kommerzielle Aktivitäten: weltweite medizinische Rückführungen per Ambulanzflugzeug, humanitäre Einsätze bei Naturkatastrophen sowie Organtransporte für Frankreich, die – mit Ausnahme der Region Paris – von der Alarmzentrale der LAR organisiert werden.
„Den größten Teil unserer Arbeit machen weiterhin die Hubschraubereinsätze aus, etwa 1.700 pro Jahr“, erklärt Closter und ergänzt: „2012 gab es außerdem 924 Einsätze im Ausland in 92 Ländern.“ Sein Fazit lautet: „Unser größter Reichtum sind unsere Mitarbeiter. Man muss die Rettung im Blut haben – das ist unser größtes Kapital.“
Fliegende Medizin (Quelle: Le Jeudi)
Die Luftrettung feiert 25 Jahre im Dienst
Seit 1988 hat die ASBL Luxembourg Air Rescue tausende Menschenleben gerettet und ihre Aktivitäten ausgebaut, um ihre eigene Zukunft zu sichern. Fast 25.000 Einsätze wurden weltweit durchgeführt. Heute verfügt die Organisation über eine Flotte von fünf Rettungshubschraubern und vier Ambulanzflugzeugen mit modernster medizinischer Ausstattung sowie über mehr als 150 Spezialisten der Luftrettung – darunter Piloten, Pflegepersonal, Ärzte und Ingenieure.
Betrachtet man die Entwicklung genauer, so ist aus der kleinen ASBL, die 1988 mit nur einem Fluggerät die Luftrettung im Großherzogtum einführte, eine bedeutende Organisation geworden. Doch als Luxembourg Air Rescue im Jahr 2013 ihr 25-jähriges Bestehen feiert, darf man nicht vergessen, dass die Wette einer kleinen Gruppe von Feuerwehrleuten damals alles andere als sicher gewonnen war.
„Damals gab es ein Abkommen mit einigen Nachbarländern, das den Einsatz eines Rettungshubschraubers im Bedarfsfall erlaubte. Doch es war unmöglich, ihn rechtzeitig zu bekommen“, erinnert sich René Closter, Gründer und heutiger Präsident der LAR. Gerade der Zeitgewinn sei jedoch der größte Vorteil eines Luftrettungssystems in kritischen Situationen.
„Das Bild der Luftrettung ist oft falsch“, erklärt Closter weiter. „Es geht nicht einfach um Transport, sondern darum, Hilfe so schnell wie möglich zum Einsatzort zu bringen. Wenn die Reaktion schnell erfolgt, steigen die Überlebenschancen drastisch. Heute kann dank der LAR jeder Punkt des Landes innerhalb von zehn Minuten erreicht werden – früher dauerte es bis zu fünfzig Minuten.“
Die Idee, eine solche Organisation auf nationaler Ebene aufzubauen, stieß jedoch keineswegs nur auf Begeisterung. Im Gegenteil: Vor allem im Innenministerium und bei der Zivilschutzverwaltung war die Opposition sehr deutlich. Dennoch wurde die ASBL 1988 gegründet und ein Jahr später der erste Hubschrauber in Dienst gestellt. Das Fluggerät wurde vom Deutschen Siegfried Steiger gemietet, dem Gründer einer ähnlichen Organisation in Deutschland, der von der Luxemburger Initiative überzeugt war.
Der Erfolg in der Bevölkerung war sofort und außerordentlich groß. Nur wenige Vereinigungen können in einem Land mit rund 500.000 Einwohnern auf 185.000 Mitglieder verweisen.
Die DNA der Rettung
„Von Anfang an hatten wir 5.000 Neuanmeldungen pro Woche. Das hat uns Mut gemacht und finanzielle Unterstützung gebracht“, berichtet der Präsident. Dennoch häufte die Organisation, die 1991 schließlich in den medizinischen Notdienst SAMU integriert wurde, Schulden an. „1992 beliefen sich diese auf 30 Millionen Franken, also rund 750.000 Euro.“
Die logistischen Kosten sind beträchtlich. Einschließlich Treibstoff und Wartung kostet eine Flugstunde zwischen 3.500 und 3.800 Euro. Auch die medizinische Ausrüstung muss regelmäßig ersetzt werden, da sich die Technologie schnell weiterentwickelt und das Material stark beansprucht wird. Das jährliche Budget beträgt heute rund 23 Millionen Euro.
Aus diesem Grund entwickelte die Organisation ab 1999 zusätzliche kommerzielle Aktivitäten: weltweite medizinische Rückführungen per Ambulanzflugzeug, humanitäre Einsätze bei Naturkatastrophen sowie Organtransporte für Frankreich, die – mit Ausnahme der Region Paris – von der Alarmzentrale der LAR organisiert werden.
„Den größten Teil unserer Arbeit machen weiterhin die Hubschraubereinsätze aus, etwa 1.700 pro Jahr“, erklärt Closter und ergänzt: „2012 gab es außerdem 924 Einsätze im Ausland in 92 Ländern.“ Sein Fazit lautet: „Unser größter Reichtum sind unsere Mitarbeiter. Man muss die Rettung im Blut haben – das ist unser größtes Kapital.“
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